Band of Horses präsentieren mit »Infinite Arms« ein wunderbar neues Album. Absolut hörenswert.
Raus aus dem Viertel rein in den Kiez. Ein Monat Wohnungssuche und dann kann hoffentlich das alltägliche Leben los gehen, in der Hauptstadt. In Berlin.
Eine Stadt die man fragen muss um eine Antwort zu erhalten. Eine Stadt die mehr zu bieten hat, als Bier und Weißwürste.
Noch sind sie hier weitestgehend unbekannt, aber das Ändert sich heutzutage schnell: The Kadeebies aus Norwich (Großbritannien).
Das war’s nun wohl mit uns. Mit unserer Beziehung. Meine Gewohnheit werde ich verlassen müssen. Die Umgebung, die mir vertraut vorkam, eine Stadt die ich liebe. München, wir werden uns in nächster Zeit nicht mehr so oft sehen. Keine Wochenendbeziehung führen, keinen Umzug ein paar wenige Kilometer weiter weg. Nein, ich werde dich richtig verlassen. Müssen und wollen.
Ich hatte es mir so ausgesucht. Nun verbringe ich die letzten Tage mit dir. Wir verbringen sie intensiv, insofern Zeit dafür ist. Du weißt, du bist eine tolle Stadt. Deine Ecken und Kanten weiß man zu schätzen. Die bayerische Verschlossenheit gegenüber Fremden, dein modischer Stil, der immer top gepflegt ist, aber nichts Außergewöhnliches zu bieten hat. Deine kleinen Cafés, die kleinen Kinos in denen ich mich gerne aufgehalten habe und nicht zu vergessen, die Grünflächen mit dem Eisbach im Englischen Garten oder den Nebelschwaden der Grillmeister am Flaucher. Deine kleinen und großen Feste wie zum Beispiel das Tollwood und die Wiesn. Das schicke Schwabing, das Glockenbachviertel, die Surfer am Haus der Kunst. Ja, dies alles und noch viel mehr wird mir fehlen. Du bist die Stadt in der ich mich zu Hause gefühlt habe. Wir kannten uns bis aufs kleinste Detail. Wir harmonisierten. Du und ich.
Jetzt muss ich losziehen. Mit einem neuen Ziel. Einer noch unbeschriebenen Zukunft. Eine neue, viel größere Stadt wartet auf mich. Kein Millionendorf, wie du es bist. Eine Stadt in der die Geschäfte auch mal nach 20 Uhr noch offen haben, eine Stadt in der man nicht schläft, eine Stadt die so ganz anders ist wie du.
Ich werde dich nicht vergessen. Ich werde dich wieder aufsuchen, wenn ich Geborgenheit brauche. Ich werde dich vermissen, das kann ich dir jetzt schon versichern. München, du bist toll!
Man mag es kaum glauben, aber die Sonne zeigt sich diesen Sommer tatsächlich noch in unseren Breitengraden. Danke, Klimaerwärmung!
Gute Frage. Bisher kannte ich es nicht. Also doch, aber nicht als Zwischenraum. Es ist komisch. Man ist so sehr spezialisiert auf eine Person und plötzlich, ist man auf sich alleine gestellt. Man kann kaum mehr laufen – muss es erst wieder neu erlernen. Weiß nichts mit sich anzufangen. Freunde – das ist das richtige Stichwort. Man hat ja noch Freunde, die man in letzter Zeit vernachlässigt hat. Zum Teil aber nur – ganz und gar vergessen, wäre sichtlich nicht der Sinn einer Freundschaft.
Man trifft Freunde, die man vor kurzen erst gesehen hat und welche, mit denen man schon lange nichts mehr gemacht hat. Das Leben verteilt sich wieder auf mehrere Menschen. Es wirkt abwechslungsreicher. Es entsteht Stress. Positiver Stress. Man springt von Treffen zu Treffen. Man muss sich erholen von all diesen Anstrengungen. Möchte mal was alleine mit sich selber machen. Sich erholen. Doch dazu bleibt kaum Zeit, schon wird man gefragt, ob man mitkommen möchte, die nächste Nacht durchzutanzen.
Aber man freut sich auch wieder, wenn man sich zurückfallen lassen kann. Auf gewohnte Muster. Wieder jemanden hat, der fast ganz für einen da ist und den man am liebsten gar nicht mehr gehen lassen will.







