1. Dezember 2009

Verbunden und vergeben.

Do you love me?

Es gibt Tage, Wochen, nein auch Monate in denen man umherirrt irgendwo und doch nicht dort wo man sucht. Man sieht aber findet nicht. Es ist verrückt, steinig, spannend und doch erfüllt es einen nicht. Es lässt einen gehen. Alleine. Gedankenvollgestopft geht man Schritt für Schritt. Immer weiter nach vorne, auf der Suche nach etwas neuem. Etwas unbekannten. Man entdeckt aber findet nicht.

Irgendwann passiert es dann doch. Man ist mitten drin. Mitten in dieser Verbundenheit, die einen so viel Kraft verleiht. Ist es dieser Herbst? Dieser fast noch zu warme Winter, der zum Frühling geworden ist? Man lacht und marschiert fröhlich durch die Straßen, obwohl über einem düster und kalt die nassen Wolken hängen und darauf warten, bis der nächste Windstoß sie weiterschiebt. Vollgefüllt, bis sie irgendwann platzen und ihren gesamten Inhalt über einen ergießen.

Man wird nass. Der Kopf spielt verrückt. Er malt sich aus, was er sich nicht ausmalen sollte. Es entsteht ein Kunstwerk, aber kaum weicht ein Gedanke ab, wird es ganz düster – viele dunkle Farben breitet sich auf der Leinwand aus. Es ist vermutlich unbegründet, aber diese Angst wird wohl nicht so leicht aus dem Kopf herausgezogen werden können. Aber es passiert, dass Sekunden später auf dem Bild viele bunte Farbkleckse erstrahlen, und alles andere schon wieder vergessen ist.

Man haftet mit den Gedanken an den letzten, gemeinsamen verbrachten Stunden. An die Zeit die man schon nach dem Umdrehen vermisst und man ist wieder gedankenvollgestopft. Will sehen. Will spüren. Aber man weiß, man hat gefunden was man gesucht hat. Man denkt, man grinst und alle fragen.

Etwas wichtiges, das plötzlich in das suchende Leben getreten ist. In den Alltag gestolpert ist, die Tür ohne zu klopfen geöffnet hat. Man wurde aus dem verstaubten Sessel gezogen, um die Welt neu gezeigt zu bekommen. Eine Welt ohne Ende. Ein Horizont, der nie näher kommt. Wir laufen zusammen. Zusammen weiter in Richtung Glück. Die Sonne über uns, in Gedanken.


Verfasst am 1. Dezember 2009 um 00:50, abgelegt in Leben, Liebe.
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