Es gibt Erlebnisse, die man sich zu gerne ins wahre Leben wünscht. Allerdings sind das Träume. Träume, die nach einer Nacht beendet sind. Womöglich am nächsten Morgen gar nicht mehr abzurufen sind. Etwas, was unerbittlich nachlässt, wie Wasser in der zu einer Mulde geformten Hand. Man kann es nicht aufhalten. Will man es fester halten, neu anpacken, ist es sofort weg. Presst man die Hände zusammen, lässt irgendwann die Kraft nach und die Löcher werden wieder größer und Stück für Stück verschwindet es. Unaufhaltsam.
Aber es gibt Träume, die mehr als das sind. Sie spielen sich in der Realität ab. Es sind diese Momente, in denen man nicht mehr glücklicher sein kann. Sollte die Welt so dünn sein wie ein Mensch – man würde sie umarmen, sie drücken so fest man könnte. Es sind diese Momente die man nicht mehr loslassen will, an die man noch lange denkt. Momente, die in Erinnerung bleiben.
Das Wetter ist schlecht. Die Laune am Boden, man ist selber zu schwach, sie aufzuheben. Man wacht auf und will eigentlich weiterschlafen, so schwer sind die Augen – so kraftlos die Muskeln, die dafür vorgesehen sind, die Lider hochzuhalten. Aber schafft man es nun doch seinen eignen Theatervorhang aufzubekommen, reicht ein kurzer Blick um sich herum. Man sieht. Man fühlt. Man ist glücklich. Niemand kann einen diesen Moment nehmen. Es liegt nicht am Wetter, nicht an der Laune, sondern an der Nähe, die man spürt, die man fühlt.
Kann Perfektion perfekt sein?
Oder ist das alles doch nur ein Traum? Ein Traum, denn man sein halbes Leben lebt. Der Kopf sagt einem, es kann doch nicht so perfekt sein. Das Herz sagt: Doch. Aber wer hat denn nun Recht? Wacht man irgendwann auf und ist enttäuscht, dass es doch wieder nur ein Traum von kurzer Bedeutung ist, der unaufhaltsam verschwindet? Oder ist dieser Surrealismus doch Realität?
Vielleicht sollte man sich auch nicht all zu viele Gedanken darüber machen und einfach glücklich leben. Perfekt glücklich. Aber es liegt nun eben in meiner Natur, mir zu viele Gedanken zu machen. Einfach weiter träumen. Träumen von der perfekten Perfektion. Und bitte nicht wecken. Danke.
Verfasst am 29. Januar 2010 um 18:04, abgelegt in Leben, Liebe.
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