Für was ist eigentlich Zeit da? Das sie einen stresst, das sie einen warten lässt? Früher gab es sie auch nicht. Zumindest nicht so, wie es sie heute gibt, also ohne Uhr und Terminplaner. Sollten wir uns generell nicht so fest an etwas binden, das uns vorgeben wird? Ist es nicht besser, ohne zeitliche Gedanken in den Tag hinein zu leben. Ohne Stress und ohne warten.
Vorfreude ist auch so einer dieser zeitlich begrenzten Räume. Sie soll angeblich die schönste Freude sein. Stimmt. Fast. Was ist wenn aus der Vorfreude nicht mehr als nichts wird? Man ist enttäuscht. Also freut man sich das nächste Mal erst gar nicht mehr, bleibt skeptisch ob das Vorhaben Bestand hält. Vielleicht wird am Ende doch wieder alles abgeblasen und dann? Nichts ist dann. Man muss umplanen. Erneut enttäuscht sein. Unglücklich.
So ist wohl das Leben. Man lernt aus seinen Erfahrungen und das stimmt wohl wirklich immer. Aber jetzt hängt doch bitte die Uhr ab – ich möchte ein Leben ohne Zeit. Ungebunden sein. Frei!
Verfasst am 19. März 2010 um 21:04, abgelegt in Leben.
Tags: enttäuscht, Erfahrung, Freude, Gedanken, Stress, Uhr, Unglück, Vorfreude, Warten, Zeit

Mo schrieb:
Häng die dumme Uhr halt selber ab! :)
Ehrlich sein, zu anderen und mehr noch zu sich selbst.
Wir neigen doch alle dazu, Belanglosigkeiten einen viel zu hohen Stellenwert einzuräumen. Zeit gehört da glaube ich oft auch dazu.