Wo bin ich eigentlich daheim? Hier oder dort? Dort oder da? Da oder anderswo? Anderswo oder hier?
Mich hat es fast ein wenig erschrocken, als ich mir mal wieder dachte: Nein, hier bist du nicht mehr lange. Hier haltest du es nicht mehr lange aus. Das ist nicht dein Zuhause. Es war dein Zuhause. Es war.
Natürlich, Familie ist wichtig. Man braucht sie. Sie gibt einen Kraft, Ratschläge und Liebe. Aber doch bitte keine 24 Stunden sieben Tage in der Woche. Ok, so lange ist es gar nicht – bin zu selten daheim, für so viel Zeit. Aber dazu muss man erwähnen, dass mir die 3 Stunden vier Tage in der Woche auch schon genügen. Die Zeit ändert sich. Die Erde dreht sich weiter. Auch ich muss weiter und mich ändern.
Es sind die Kleinigkeiten, die einen stören. Kleinigkeiten, die zu riesigen Mostern anwachsen. Die Art, die Einstellung, von alle dem braucht man nach so vielen Jahren ein wenig Abstand. Dazu muss man los lassen können. Beide Seiten müssen das. Auch wenn das für eine Seite schwerer ist als für die andere. Es geht. Es wird gut gehen. Man gewöhnt sich an alles.
Verfasst am 7. April 2010 um 22:09, abgelegt in Leben.
Tags: ausziehen, Familie, Leben, trennen, Zuhause

Sophie schrieb:
Ausziehen ist manchmal das beste, was man machen kann. Danach wird vieles einfacher. Es befreit. Natürlich. Ich habe mich ausgesöhnt und komme inzwischen immer wieder gerne zurück… aber länger als ein Wochenende muss dann eigentlich auch nicht unbedingt sein ;)
Chrissi schrieb:
Mein Lieblingsbild :)
es wir auf jeden fall zeit, dass du ausziehst. unser kleines kaff loszuwerden ist das beste, was uns passieren kann!