Glückskleeblatt

Gute Frage. Bisher kannte ich es nicht. Also doch, aber nicht als Zwischenraum. Es ist komisch. Man ist so sehr spezialisiert auf eine Person und plötzlich, ist man auf sich alleine gestellt. Man kann kaum mehr laufen – muss es erst wieder neu erlernen. Weiß nichts mit sich anzufangen. Freunde – das ist das richtige Stichwort. Man hat ja noch Freunde, die man in letzter Zeit vernachlässigt hat. Zum Teil aber nur – ganz und gar vergessen, wäre sichtlich nicht der Sinn einer Freundschaft.

Man trifft Freunde, die man vor kurzen erst gesehen hat und welche, mit denen man schon lange nichts mehr gemacht hat. Das Leben verteilt sich wieder auf mehrere Menschen. Es wirkt abwechslungsreicher. Es entsteht Stress. Positiver Stress. Man springt von Treffen zu Treffen. Man muss sich erholen von all diesen Anstrengungen. Möchte mal was alleine mit sich selber machen. Sich erholen. Doch dazu bleibt kaum Zeit, schon wird man gefragt, ob man mitkommen möchte, die nächste Nacht durchzutanzen.

Aber man freut sich auch wieder, wenn man sich zurückfallen lassen kann. Auf gewohnte Muster. Wieder jemanden hat, der fast ganz für einen da ist und den man am liebsten gar nicht mehr gehen lassen will.


Verfasst am 2. Juli 2010 um 14:23, abgelegt in Leben.
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