Es gibt tatsächlich Menschen, die vermisst man mehr als andere. Freunde, die vielleicht gar nicht so die engsten Freunde waren. Leute, denen man nur einmal kurz im Leben begegnet ist oder jemanden mit dem man schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gespielt hat.
Man sehnt sich nach Nähe und Gesprächen. Würde die Zeit am liebsten zurück drehen. Das damals Erlebte wiederholen und erweitern. Wieso in der Vergangenheit leben, wenn wir doch schon längst in der Gegenwart angekommen sind? Weil dort Leute sind, die heute weit entfernt leben. Weil dort Leute sind, mit denen man kaum mehr spricht. Weil dort Leute sind, die heute fehlen. Es sollte alles nicht so schwierig sein, diese Zeit in die Gegenwart zurück zu holen – aber es ist einfach zu schwer an alte Zeiten anzuknüpfen. Alles ist anders, nichts mehr so wie damals.
Es war schön und außer der Akzeptanz bleibt einem nichts weiter. Die Erde dreht sich weiter, das Leben auch. Somit gibt es eine schöne Vergangenheit, aber auch eine schöne Zukunft, die eben noch nicht erkennbar ist. Diese versteckt sich noch ein wenig – was es wohl so schwierig macht, sich ihr anzuvertrauen. Bei dem Vergangenen weiß man was man hat, bei dem was noch vor uns liegt weiß man dies alles nicht. Jetzt bleibt uns also ein leeres Blatt auf dem wir den ersten Strich setzen und somit alles weitere Beeinflussen. Dieser Strich bleibt nämlich für immer und wird somit ganz automatisch vertraut.
Das beweisen OK aus Cardiff (Wales) mit ihrer vor kurzen erschienenen Single Lego und ihren anderen Songs, die auf ihrer MySpace-Seite zu finden sind.
Mit Kosmonauten ging es in die Nasszelle, die versuchten dort das Leben auf der Mir nachzuspielen. Es war das erste mal, dass sie dort oben, weit ab der Familie und Freunde waren. Ein ungewohntes, gar beharrendes Gefühl, was diese Menschen bedrückte. Sie hätten sich fast gewünscht wieder auf der blauen Erde zu sein, die sie von dort oben als kleinen Planeten wahrnahmen. Doch sie wollten unbedingt weg, hatten es sich so sehr gewünscht eines Tages von dort oben herabblicken zu können. Jetzt haben sie ihren jahrelangen Wunsch erfüllt und sind unglücklich darüber. Sie fragen sich, wieso man sich immer nur das wünscht, was man selber nicht hat und nicht glücklich darüber ist, über Dinge die man zu seinem Besitz zählen kann.
Ist das Glück der Menschen vielleicht vielmehr in den kleinen Dinge versteckt, die aber nicht gesehen werden, weil wir planen. Immer nur planen. Das Glück planen wollen – nur großes Glück sehen. Sollten wir uns nicht fallen lassen können, wie es die Kosmonauten im All machen können. Fallen lassen ohne Sorgen. Fallen lassen ohne sich Gedanken über mögliche Geschehnisse zu machen. Das ist allerdings für den Menschen auf der Erde, der sich immer nur mehr und mehr in seinem Leben einsperrt, gar keine Perspektive.
Wer das kleine nicht schätzt ist das große Glück nicht wert. Wir sollten uns alle wieder zurück an die Kindheit erinnern. Als der eigene Vorstellungshorizont viel weiter ging als er jetzt zu reichen scheint. Was konnten wir uns nicht alles vorstellen. Machten aus Teppichen ganze Landschaftszüge, aus Stöcken Menschen oder bauten im Sand unsere ganze Welt zusammen. Vielleicht können wir aus einer Nasszelle kein Weltall machen, aber vielleicht schaffen wir es das kleine zu sehen, unsere Kreativität sprießen zu lassen und glücklich über so viele neue Ideen zu werden.
Ganz große Musik, die Jens Friebe da macht. Viel gibt es über ihn nicht zu erzählen. Er ist deutscher Musiker aus Berlin, der neben der seiner Musik für das Intro-Magazin schreibt. Vor kurzem ist sein viertes Album erschienen, dennoch hat sich sein Bekanntheitsstatus nicht großartig erweitert – er wird wohl immer der ewige Geheimtipp bleiben, wie er selbst sagt.
Ich möchte dir dienen und ich möchte dir Schnaps geben,
Nenn mich Lawinenhund ich suche Leben
Lawinenhund befindet sich auf dem Album In Hypnose aus dem Jahr 2005.
Die Stadt mit der höchsten Lebensqualität überrascht neben akkurater Sauberkeit, mit einer Dichte von Galerien, Museen und Ausstellungen.
Wahrhaftig, eine der kulissenartigsten Städte, die mein Auge je erblickt hat. Alles ist herausgeputzt, als würde Zürich morgen die Welt empfangen oder sind es nur die Tauben, die zu Besuch kommen um das glänzend Bild der Stadt mit ihrer Fäzes zu verunreinigen?
Teuer und fein war es. Warm und schön noch dazu. Es wurden die besten Aussichtsplätze entdeckt, die schönsten Nächte mit Wein am Wasser (1) unter dem Sternenhimmel gestartet, die engsten Gässchen der Altstadt begutachtet und die wunderbare Zeit genossen. In einer Stadt, die zwar nicht mit Größe an Fläche aber mit ihrer ganz eigenen Größe überzeugt.
(1) zentrale Begrifflichkeit für Züri See, Limmat und andere Feuchtgebiete.
Die Eindrücke der Stadt, der Reichen und Schönen, erzählen die Bilder.










Innerhalb kürzester Zeit bin ich zweimal über Noir Désir von Vive La Fête als Soundtrack gestolpert. Ein Song der zwar schon ein paar Jahr alt ist, aber immer wieder schön anzuhören.
Ein Film der berührt, ein Film über den man noch am nächsten Tag nachdenkt. Ohne jegliche Erwartung bin ich in die Vorstellung gegangen und war danach überwältigt. Die Geschichte, die Kameraeinstellungen, die Detailaufnahmen, die zwischendrin eingeblendeten Gedanken, die Musik – einfach alles fügt sich zu einem komplett harmonisierenden Gesamtwerk zusammen.
Xaver Dolan, der mit 17 das Drehbuch für I Killed My Mother schrieb und dieses zwei Jahre später verfilmte, sorgte mit seinem Erstlingswerk für Aufsehen bei den Filmfestspielen 2009 in Cannes. Der Kanadier erzählt die halbbiographische Geschichte um ihn und das komplizierte Verhältnis zu seiner Mutter.
Offizieller Filmstart ist in Deutschland der 3. Februar 2011. Sollte es eine Gelegenheit geben, unbedingt ansehen. Sehr Empfehlenswert!