Ein französischer Schokokuchen erblickt die Welt – eine Bilderserie. » Mehr lesen
Nachdem nun die Karten gekauft sind, kann es losgehen mit der Vorfreude. Eine Vorfreude, die noch bis zum 8. April anhalten darf, dann wird es soweit sein: Die Jungs von »Two Door Cinema Club« werden im Münchner Atomic Café auftreten und ihre Songs zum Besten geben.
Der Hype ist schon fast ein bisschen zu groß für die Iren, die erst heute, am 5. März ihr erstes Album veröffentlichten. »Tourist History« soll es heißen und erscheint beim Label Kitsuné, bei denen auch Künstler wie Crystal Castles, Hot Chip, La Roux, The Whitest Boy Alive und Wolfmother unter Vertrag stehen. Aber zurecht wird viel Wind um die neue Band am Indie-Himmel gemacht. Ihr Album regt zum Bewegen an. Die Gitarrenklänge treffen auf die verspielten Basslinien und hinzu kommen ein paar Drums aus dem Computer, dies verleiht den Songs ein gewisses Tempo, bei dem kaum einer mehr ruhig stehen bleiben kann.
Die drei Jungs, die ohne einem Schlagzeuger zurecht kommen, sind auch schon auf den Plakaten der großen Festivals wie Hurricane und MELT! zu finden. Das will was heißen. Hier nun noch das Video zu »Something Good Can Work«.
Two Door Cinema Club auf MySpace
Website von Two Door Cinema Club
Heute ging es in den Zoo. Weit weg von hier. Mein Auto begleitete mich auf dem Weg dort hin. Ich fuhr über Wiesen und Felder, die Luft kroch tief in meine Nase und stank nach Land. Vor mir die freie Straße. Die Songs von Mando Diao erklangen im Shuffle-Modus aus dem knatternden Autoradio. Qualität ist was anderes und wird hier auch schon lange nicht mehr gesucht.
Die Sonne blendet durch die hauchdünnen und buttermilchtrüben Wolken meine Augen. Es ertönt »Amsterdam« ich werde melancholisch und denke an meinen letzten Urlaub. Die Fahrt geht weiter. Immerhin sind es 80 ungenutzte Minuten. Vor dem Zoo sind alle Parkplätze besetzt, wodurch zu meinen bereits 15 Minuten Verspätung noch einmal zehn Minuten dazukamen.
Zuerst ging es in den Steichelzoo. Es lief sehr harmlos ab. Als man mich fragte, öffnete ich meinen Mund und sagte energisch Bund. Dann Pause. Ich las. Die Wartezeiten von einem Gehege in das Nächste war sowieso das Zeitaufwendigste. Weiter ging es mit dem Eignungstest – man will ja wissen, ob ich schlauer als diese Affen bin. War ich wohl leider nicht. Zumindest stellte ich mich nicht besonders an. Denken für die? Nicht mit mir.
Warten. Ich las. Dann kam auch schon die Ärztin und wollte so einiges Wissen. Zum Schluss krächzte und keuchte ich noch – dann ging es mir wieder besser. Abschließendes Ergebnis: Die Affen wissen nicht, ob sie mich brauche oder nicht. Endgültige Entscheidung gibt es in ein paar Wochen.
Auf dem Parkplatz vor dem Zoo entdeckte ich einen Bereich »Nur für Angestellte« und vor jedem Parkbereich war ein weiteres Schild angebracht auf dem ein Rollstuhlfahrer zu sehen war. Ich grinste. Dachte mir, da bist du wohl doch falsch und fuhr wieder heimwärts. Was habe ich gelernt: Auch wenn man auf der Landstraße mit 120 km/h unterwegs ist gibt es Leute, die einen überholen. Was nahm mir der Tag: Mein Buch.
Jetzt bin ich wieder raus aus diesem Zoo. Aus diesem Gedankenzoo. Für immer.
Vermutlich habe ich mich noch in meinem ganzen Leben so sehr auf den Frühling, ja auf den Sommer gefreut, wie in dieses Jahr. Es ist die Luft, die mitten durch den Körper strömt. Hin zum Herzen und wieder hinaus. Sie reinigt den Körper von den dunklen Winterdepressionen, schafft Platz für Neues. Für Frisches.
Bewusst wählt man den längeren Weg, durch die nach Frühling duftenden Straßen der Stadt. Man lässt den leichten Wind durch die Haare wehen und freut sich über die Prise, die das Gesicht streift. Die Kleidung wird leichter und man kann es kaum glauben, dass Schal und dicke Wintermändel zu Hause bleiben können. Man vermisst sie nicht.
Die Mittagspause verbringt man wieder im Freien und freut sich über jeden Sonnenstrahl, der einem das Gesicht erwärmt. Angestoßen wird mit einem Piccolo Sekt und innerlich ist man gespannt auf das Neue, was einem dieser Sommer nun bringt.
Unglaublich auch, wie glücklich einen das Wetter machen kann. Es sind doch nur die Wolken die verschwinden um die Sonne auf die Erde scheinen zu lassen. Sie zu erwärmen. Aber dabei ändert sich noch so viel mehr. Stühle und Tische werden auf die breiten Gehwege gerückt, die ersten genießen ihren Smoothie unter freiem Himmel und auch die Parks werden voller. Es zieht einen richtig raus in die Natur ohne das man sich währen kann. Und da vorne wartet auf einen schon das große Neue, was einem diesen Sommer erwartet. Es ist das Glück.
»Meer und Schneesturm passen genauso zusammen, wie Sonne und Meer.«
»Gute Musik macht noch lange keinen guten Tag.«
»Nicht alle Frauen die im Schaufenster stehen sind auch weiblich.«
Nun ist es schon über eine Woche her, dass ich aus Amsterdam zurück bin. Eine Stadt, die wirklich sehr schön ist, mir aber auch sehr düster herüberkam. Das lag wohl allerdings eher daran, dass es Februar war und die Sonne nur an zwei Tagen für kurze Zeit erschien. Die restlichen Tage war es bewölkt oder es schneite – bei dem Besuch des Meeres sogar in unglaublich dicken Flocken.
Um die Stimmung der Stadt auch auf den Bildern wiederzugeben, zwang es mich dazu sie farblich ein wenig anzupassen. So ist eine Fotoserie entstanden, deren Bilder ein wenig bräunlich, gar alt aussehen. Zu sehen sind Bilder aus Amsterdam, Haarlem und Zandvoort. » Mehr lesen
In der Woche verbringe ich mindestens 10 Stunden in dem ÖPNV. Das ist mehr als ein ganzer Arbeitstag. Deswegen sollte diese Zeit auch nicht vergessen werden. Für mich ist sie immer sehr musikalisch, es werden Bücher gelesen, Leute beobachtet oder die Gedanken, beim Anblick der vorbeiziehenden Landschaft, ausgepackt.
Auch ist es ein Ort an dem durchaus etwas passiert. So wie diese Geschichte, die sich allerdings schon vor drei Jahren ereignete, ich aber trotzdem erzählen möchte.
Praktikum. Auf dem Weg in den tiefsten Münchner Norden. Es ist Morgen. Berufsverkehr. Die S-Bahn ist voll. Mir gegenüber sitzen zwei Freundinnen im Alter von ungefähr 22 Jahren. Reden. Reden über die anstehende Party an diesem Freitag, auf der nur Pärchen auftauchen werden und sie, die eine der beiden, aber eben als einzigster Single. Als einigste, die keinen Freund möchte, aber trotzdem frustriert ist. Angst vor dem alleine in der Ecke stehen hat sie, weil die Pärchen bestimmt voller Leidenschaft, sich wälzend verschlingen. Doof findet sie das alles. Die Pärchen. Am überlegen, der Einladung abzusagen. Es ist noch Zeit. Die Party ist erst heute Abend.
Es geht um ihren Vater. Sie würde doch so gerne ausziehen, aber er will sie nicht wirklich unterstützen. Ich höre alles mit. Unfreiwillig. Die Ohrhörer viel zu schwach, um den Schall von außen zu stoppen, ehe er in mein Ohr gelangen kann. Am Marienplatz verlasse ich die beiden und sie ziehen weiter, in die frühen Morgenstunden.
Der Tag verläuft entspannt. Es ist Freitag. Die Arbeit endet somit um 14 Uhr. Ich mache mich auf den Heimweg. Umsteigen am Marienplatz. Meine S-Bahn kommt, kaum Plätze sind frei. Einer. Ich laufe hin. Erwische ihn vor der alten Dame, die ein wenig aus der Übung ist und setze mich.
Blicke auf. Vor mir zwei Mädchen, um die 22 Jahre, die über eine Party reden auf der nur Pärchen erwartet werden und die eine der Beiden als einziger Single auftauchen würde. Sie weiß noch nicht, ob sie hingehen soll um sich das anzutun. Sie erkennt mich, wir reden. Die andere kann sich nicht mehr an mich erinnern. Wieso auch? Merkt man sich freiwillig zwölf Stunden lang die Gesichter, die einem am Morgen gegenüber sitzen? Hätte ich ihnen nicht zugehört, hätte ich am Abend auch nicht bemerkt, dass es sich hier um die selben Freundinnen handelt wie heute morgen.
Manchmal ist das Leben komisch. Manchmal auch viel zu klein und manchmal spielt sich das Leben in der komisch kleinen Welt der S-Bahn ab. Nächster Halt: Karlsplatz, Stachus. Bitte rechts aussteigen.
Diesen Winter hat es mir ein neues Genre sehr angetan. Es klingt nach mehr als kommerzieller Musik. Sie klingt handgemacht, frei, verspielt, kreativer als so manch andere Musikstile. Es ist der Folk, von dem ich nicht mehr loskomme. Egal ob Beirut, Iron & Wine, Frsika Viljor, Fleet Foxes oder Mumford & Sons. Alles unglaublich hörenswerte Bands und das ist nur ein Teil von vielen großartigen Folk-Künstlern. Heute stelle ich Letztere vor.
Mumford & Sons gibt es seit 2008. Sie kommen aus London und bestehen aus Marcus Mumford (Sänger, Gitarre), Winston Marshall (Banjo, Dobro), Ben Lovett (Keyboard, Akkordeon) und Ted Dwane (Bass). Mit Letzterem hatte ich sogar schon ein kurzes Gespräch, als ich im Münchner Atomic Café nach meinen verloren gegangenen iPod suchte und Mumford & Sons gerade ihren Soundcheck hatten. Ihr erstes Album »Sigh No More« erschien im Herbst 2009 und schaffte es in Großbritannien auf den siebten Platz der Albumcharts.
We don’t think we’re the greatest band ever and we don’t think that we’re the only band anyone should listen to because we love too many other bands to say that. But we are proud of what we do.
Was macht diesen Folk so besonders? Es sind die heimatlichen Musikinstrumente, die mit in die Lieder eingebaut werden, der Schrei nach Freiheit, Natur und dem Leben. Die traditionellen Texte vermitteln ein Gefühl von Bodenständigkeit. Heimatliebe. Ich höre diesen Klängen gerne zu auch nach dem Winter. Hier nun aber erst einmal noch der Song »Winter Winds« aus dem aktuellen Album.
Wer passt zu wem? Wer hat zusammen gepasst? Wer passt vermutlich nie zusammen und wieso trennen sich Verbindungen, die so unlösbar scheinen? Ab wann ist eine Freundschaft eine Freundschaft? Wie lange hält eine wirkliche Freundschaft? Ewig? Fragen, die zum Teil keine Antworten besitzen. Fragen, die man sich trotzdem stellt.
We are your friends, you never be alone again.
Menschen ändern sich. Sie leben sich auseinander. Entwickeln sich weiter. Bekommen andere Interessen. Es ist nicht mehr so wie vor einigen Jahren, als man noch gemeinsam zur Schule ging. Gemeinsam die Nachmittage verbrachte. Jetzt arbeiten die meisten, die Freizeit wird immer knapper. Man lernt neue Menschen kennen. Findet sie interessanter, anhand gemeinsamer Interessen, Vorstellungen und der ähnlichen Lebenseinstellung.
Man muss loslassen können um woanders Gewicht aufzunehmen. Sollte man dies nicht können, kommt man in ein Ungleichgewicht. Alles wird zu schwer. Man kann nicht mehr koordinieren. Man bricht erschöpfen zusammen. Zu groß war die Last. Schade ist es trotzdem, wenn die Menschen vielleicht auch nur schleichend, aber meist unbewusst von beiden Seiten ausgehend, enden. Aus dem Leben verschwinden.
Der einzige Ort, an den man noch etwas von den Ehemaligen mitbekommt, ist der Ort der Communitys im Web. Man verfolgt die einzelnen Nachrichten, bekommt somit fast das ganze Leben des anderen mit ohne sich wirklich zu sehen, ohne in Kontakt zu stehen. Macht vielleicht gerade das Netz, also die Online-Welt, das reale Leben kaputt? Oder ist es der Platz an dem wenigstens, dass was in der realen Welt als erloschen scheint, noch ein wenig lodert?
Es hatte frisch geschneit als ich an einem Morgen, Anfang Januar, durch München zog. Die Menschen gingen in die Arbeit und in der Stadt sah man die trägen und kontrollierten Bewegungen der frühaufstehenden Bevölkerung. Es war das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, das ich mit meiner Kamera durch München ging. Diesmal aber mit Schnee, so wie man es von einem schönen Winter erwartet. Später kamen dann auch noch ein paar Sonnenstrahlen hinzu. Schöner könnte ein Wintermorgen gar nicht sein. Vom Rosenheimer Platz aus, ging es durch Haidhausen zum Max-Weber-Platz. Von dort, weiter an der Isar entlag zum Friedensengel. Die Prinzregentenstraße hoch, vorbei am Bayerischen Nationalmuseum und dem Haus der Kunst. Dann über den Hofgarten und der Residenz in Richtung Marienplatz. » Mehr lesen






