indepent.de

Komm mit und spür den Wind. Wir kommen an. Irgendwann.

4. März 2010

Zu Besuch bei den Affen.

Entengeschnatter

Heute ging es in den Zoo. Weit weg von hier. Mein Auto begleitete mich auf dem Weg dort hin. Ich fuhr über Wiesen und Felder, die Luft kroch tief in meine Nase und stank nach Land. Vor mir die freie Straße. Die Songs von Mando Diao erklangen im Shuffle-Modus aus dem knatternden Autoradio. Qualität ist was anderes und wird hier auch schon lange nicht mehr gesucht.

Die Sonne blendet durch die hauchdünnen und buttermilchtrüben Wolken meine Augen. Es ertönt Amsterdam ich werde melancholisch und denke an meinen letzten Urlaub. Die Fahrt geht weiter. Immerhin sind es 80 ungenutzte Minuten. Vor dem Zoo sind alle Parkplätze besetzt, wodurch zu meinen bereits 15 Minuten Verspätung noch einmal zehn Minuten dazukamen.

Zuerst ging es in den Steichelzoo. Es lief sehr harmlos ab. Als man mich fragte, öffnete ich meinen Mund und sagte energisch Bund. Dann Pause. Ich las. Die Wartezeiten von einem Gehege in das Nächste war sowieso das Zeitaufwendigste. Weiter ging es mit dem Eignungstest – man will ja wissen, ob ich schlauer als diese Affen bin. War ich wohl leider nicht. Zumindest stellte ich mich nicht besonders an. Denken für die? Nicht mit mir.

Warten. Ich las. Dann kam auch schon die Ärztin und wollte so einiges Wissen. Zum Schluss krächzte und keuchte ich noch – dann ging es mir wieder besser. Abschließendes Ergebnis: Die Affen wissen nicht, ob sie mich brauche oder nicht. Endgültige Entscheidung gibt es in ein paar Wochen.

Auf dem Parkplatz vor dem Zoo entdeckte ich einen Bereich Nur für Angestellte und vor jedem Parkbereich war ein weiteres Schild angebracht auf dem ein Rollstuhlfahrer zu sehen war. Ich grinste. Dachte mir, da bist du wohl doch falsch und fuhr wieder heimwärts. Was habe ich gelernt: Auch wenn man auf der Landstraße mit 120 km/h unterwegs ist gibt es Leute, die einen überholen. Was nahm mir der Tag: Mein Buch.

Jetzt bin ich wieder raus aus diesem Zoo. Aus diesem Gedankenzoo. Für immer.

27. Februar 2010

Phototour. #3

Amsterdam

Nun ist es schon über eine Woche her, dass ich aus Amsterdam zurück bin. Eine Stadt, die wirklich sehr schön ist, mir aber auch sehr düster herüberkam. Das lag wohl allerdings eher daran, dass es Februar war und die Sonne nur an zwei Tagen für kurze Zeit erschien. Die restlichen Tage war es bewölkt oder es schneite – bei dem Besuch des Meeres sogar in unglaublich dicken Flocken.

Um die Stimmung der Stadt auch auf den Bildern wiederzugeben, zwang es mich dazu sie farblich ein wenig anzupassen. So ist eine Fotoserie entstanden, deren Bilder ein wenig bräunlich, gar alt aussehen. Zu sehen sind Bilder aus Amsterdam, Haarlem und Zandvoort.

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Mehr Bilder gibt es auf meinem flickr-Photostream.

31. Januar 2010

Unstornierbar.

Fortschritt
dsearls

Seit langem ist es wieder so weit. Viel zu weit in die Ferne gerückt, ist das letzte Mal. Es geht in den Urlaub. Nein, nicht im Sommer – schon viel eher. In weniger als zwei Wochen sitzen wir im Flugzeug. Diesmal mit Manuel und es geht in die Niederlande, in das Land des Käses, der Tulpen, Windmühlen und Klompen. Genauer gesagt nach Amsterdam.

Amsterdam, eine Stadt die von mir immer verpönt war und durch ihre Coffeeshops ein schlechtes Bild auf mich geworfen hatte. Bis jetzt. Denn Amsterdam ist mehr als das und hat viel interessanteres zu bieten, was ich zum Glück noch rechtzeitig entdeckt habe. Es waren die Bilder der Stadt, die Architektur der Häuser, die Grachten durch Amsterdam, die mich besseres belehrt haben. Ganz fasziniert und voller Vorfreude bin ich nun. Mitte Februar wird es dann soweit sein, die Hafenstadt näher betrachten zu können.

Eindrücke werden mit der Kamera festgehalten, diese dann später auch auf flickr zu sehen sein werden.