19. März 2010

Zeitlos leben.

Uhrzeit

Für was ist eigentlich Zeit da? Das sie einen stresst, das sie einen warten lässt? Früher gab es sie auch nicht. Zumindest nicht so, wie es sie heute gibt, also ohne Uhr und Terminplaner. Sollten wir uns generell nicht so fest an etwas binden, das uns vorgeben wird? Ist es nicht besser, ohne zeitliche Gedanken in den Tag hinein zu leben. Ohne Stress und ohne warten.

Vorfreude ist auch so einer dieser zeitlich begrenzten Räume. Sie soll angeblich die schönste Freude sein. Stimmt. Fast. Was ist wenn aus der Vorfreude nicht mehr als nichts wird? Man ist enttäuscht. Also freut man sich das nächste Mal erst gar nicht mehr, bleibt skeptisch ob das Vorhaben Bestand hält. Vielleicht wird am Ende doch wieder alles abgeblasen und dann? Nichts ist dann. Man muss umplanen. Erneut enttäuscht sein. Unglücklich.

So ist wohl das Leben. Man lernt aus seinen Erfahrungen und das stimmt wohl wirklich immer. Aber jetzt hängt doch bitte die Uhr ab – ich möchte ein Leben ohne Zeit. Ungebunden sein. Frei!

1. März 2010

Sonnenverzaubert.

Schattenspiel

Vermutlich habe ich mich noch in meinem ganzen Leben so sehr auf den Frühling, ja auf den Sommer gefreut, wie in dieses Jahr. Es ist die Luft, die mitten durch den Körper strömt. Hin zum Herzen und wieder hinaus. Sie reinigt den Körper von den dunklen Winterdepressionen, schafft Platz für Neues. Für Frisches.

Bewusst wählt man den längeren Weg, durch die nach Frühling duftenden Straßen der Stadt. Man lässt den leichten Wind durch die Haare wehen und freut sich über die Prise, die das Gesicht streift. Die Kleidung wird leichter und man kann es kaum glauben, dass Schal und dicke Wintermändel zu Hause bleiben können. Man vermisst sie nicht.

Die Mittagspause verbringt man wieder im Freien und freut sich über jeden Sonnenstrahl, der einem das Gesicht erwärmt. Angestoßen wird mit einem Piccolo Sekt und innerlich ist man gespannt auf das Neue, was einem dieser Sommer nun bringt.

Unglaublich auch, wie glücklich einen das Wetter machen kann. Es sind doch nur die Wolken die verschwinden um die Sonne auf die Erde scheinen zu lassen. Sie zu erwärmen. Aber dabei ändert sich noch so viel mehr. Stühle und Tische werden auf die breiten Gehwege gerückt, die ersten genießen ihren Smoothie unter freiem Himmel und auch die Parks werden voller. Es zieht einen richtig raus in die Natur ohne das man sich währen kann. Und da vorne wartet auf einen schon das große Neue, was einem diesen Sommer erwartet. Es ist das Glück.