Glückskleeblatt

Gute Frage. Bisher kannte ich es nicht. Also doch, aber nicht als Zwischenraum. Es ist komisch. Man ist so sehr spezialisiert auf eine Person und plötzlich, ist man auf sich alleine gestellt. Man kann kaum mehr laufen – muss es erst wieder neu erlernen. Weiß nichts mit sich anzufangen. Freunde – das ist das richtige Stichwort. Man hat ja noch Freunde, die man in letzter Zeit vernachlässigt hat. Zum Teil aber nur – ganz und gar vergessen, wäre sichtlich nicht der Sinn einer Freundschaft.

Man trifft Freunde, die man vor kurzen erst gesehen hat und welche, mit denen man schon lange nichts mehr gemacht hat. Das Leben verteilt sich wieder auf mehrere Menschen. Es wirkt abwechslungsreicher. Es entsteht Stress. Positiver Stress. Man springt von Treffen zu Treffen. Man muss sich erholen von all diesen Anstrengungen. Möchte mal was alleine mit sich selber machen. Sich erholen. Doch dazu bleibt kaum Zeit, schon wird man gefragt, ob man mitkommen möchte, die nächste Nacht durchzutanzen.

Aber man freut sich auch wieder, wenn man sich zurückfallen lassen kann. Auf gewohnte Muster. Wieder jemanden hat, der fast ganz für einen da ist und den man am liebsten gar nicht mehr gehen lassen will.

9. Februar 2010

Vernetzte Lücken.

Zusammenführen.

Wer passt zu wem? Wer hat zusammen gepasst? Wer passt vermutlich nie zusammen und wieso trennen sich Verbindungen, die so unlösbar scheinen? Ab wann ist eine Freundschaft eine Freundschaft? Wie lange hält eine wirkliche Freundschaft? Ewig? Fragen, die zum Teil keine Antworten besitzen. Fragen, die man sich trotzdem stellt.

We are your friends, you never be alone again.

Menschen ändern sich. Sie leben sich auseinander. Entwickeln sich weiter. Bekommen andere Interessen. Es ist nicht mehr so wie vor einigen Jahren, als man noch gemeinsam zur Schule ging. Gemeinsam die Nachmittage verbrachte. Jetzt arbeiten die meisten, die Freizeit wird immer knapper. Man lernt neue Menschen kennen. Findet sie interessanter, anhand gemeinsamer Interessen, Vorstellungen und der ähnlichen Lebenseinstellung.

Man muss loslassen können um woanders Gewicht aufzunehmen. Sollte man dies nicht können, kommt man in ein Ungleichgewicht. Alles wird zu schwer. Man kann nicht mehr koordinieren. Man bricht erschöpfen zusammen. Zu groß war die Last. Schade ist es trotzdem, wenn die Menschen vielleicht auch nur schleichend, aber meist unbewusst von beiden Seiten ausgehend, enden. Aus dem Leben verschwinden.

Der einzige Ort, an den man noch etwas von den Ehemaligen mitbekommt, ist der Ort der Communitys im Web. Man verfolgt die einzelnen Nachrichten, bekommt somit fast das ganze Leben des anderen mit ohne sich wirklich zu sehen, ohne in Kontakt zu stehen. Macht vielleicht gerade das Netz, also die Online-Welt, das reale Leben kaputt? Oder ist es der Platz an dem wenigstens, dass was in der realen Welt als erloschen scheint, noch ein wenig lodert?

Dem Himmel entgegen.

Lange habe ich mich versteckt. Jetzt bin ich zurück. Wieder aus meinem Loch der Internet-Abwesenheit gekrochen. Ich habe viel erlebt in letzter Zeit. Dort unten, tief im Leben. Dort wo ganz und gar nicht die Dunkelheit herrscht. Es ist hell und es wird viel Freude verbreitet. Ich durfte viele Leute treffen, die alle sehr lieb sind und hatte wunderschöne Tage mit ihnen verbracht. Es war was los, in meinem Leben. Mehr als sonst. Wer hätte schon gedacht, dass ich mal keine Zeit habe, nicht einen einzigen Eintrag zu verfassen. Selbst mein Zuhause hat mich kaum gesehen. Es war entspannend mal nur wenige Stunden in den alten und schon längst bekannten Räumen zu verbringen. Das Neue ist doch immer spannender. Es kommen neue Abenteuer auf einen zu und das ist auch gut. So trocknet das Leben nicht aus und man geht selber nicht ein, wie eine Blume ohne Wasser. » Mehr lesen