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Komm mit und spür den Wind. Wir kommen an. Irgendwann.

1. März 2011

Missing you.

Schaukel

Es gibt tatsächlich Menschen, die vermisst man mehr als andere. Freunde, die vielleicht gar nicht so die engsten Freunde waren. Leute, denen man nur einmal kurz im Leben begegnet ist oder jemanden mit dem man schon seit einer Ewigkeit nicht mehr gespielt hat.

Man sehnt sich nach Nähe und Gesprächen. Würde die Zeit am liebsten zurück drehen. Das damals Erlebte wiederholen und erweitern. Wieso in der Vergangenheit leben, wenn wir doch schon längst in der Gegenwart angekommen sind? Weil dort Leute sind, die heute weit entfernt leben. Weil dort Leute sind, mit denen man kaum mehr spricht. Weil dort Leute sind, die heute fehlen. Es sollte alles nicht so schwierig sein, diese Zeit in die Gegenwart zurück zu holen – aber es ist einfach zu schwer an alte Zeiten anzuknüpfen. Alles ist anders, nichts mehr so wie damals.

Es war schön und außer der Akzeptanz bleibt einem nichts weiter. Die Erde dreht sich weiter, das Leben auch. Somit gibt es eine schöne Vergangenheit, aber auch eine schöne Zukunft, die eben noch nicht erkennbar ist. Diese versteckt sich noch ein wenig – was es wohl so schwierig macht, sich ihr anzuvertrauen. Bei dem Vergangenen weiß man was man hat, bei dem was noch vor uns liegt weiß man dies alles nicht. Jetzt bleibt uns also ein leeres Blatt auf dem wir den ersten Strich setzen und somit alles weitere Beeinflussen. Dieser Strich bleibt nämlich für immer und wird somit ganz automatisch vertraut.

Kleeblatt

Gute Frage. Bisher kannte ich es nicht. Also doch, aber nicht als Zwischenraum. Es ist komisch. Man ist so sehr spezialisiert auf eine Person und plötzlich, ist man auf sich alleine gestellt. Man kann kaum mehr laufen – muss es erst wieder neu erlernen. Weiß nichts mit sich anzufangen. Freunde – das ist das richtige Stichwort. Man hat ja noch Freunde, die man in letzter Zeit vernachlässigt hat. Zum Teil aber nur – ganz und gar vergessen, wäre sichtlich nicht der Sinn einer Freundschaft.

Man trifft Freunde, die man vor kurzen erst gesehen hat und welche, mit denen man schon lange nichts mehr gemacht hat. Das Leben verteilt sich wieder auf mehrere Menschen. Es wirkt abwechslungsreicher. Es entsteht Stress. Positiver Stress. Man springt von Treffen zu Treffen. Man muss sich erholen von all diesen Anstrengungen. Möchte mal was alleine mit sich selber machen. Sich erholen. Doch dazu bleibt kaum Zeit, schon wird man gefragt, ob man mitkommen möchte, die nächste Nacht durchzutanzen.

Aber man freut sich auch wieder, wenn man sich zurückfallen lassen kann. Auf gewohnte Muster. Wieder jemanden hat, der fast ganz für einen da ist und den man am liebsten gar nicht mehr gehen lassen will.

9. Februar 2010

Vernetzte Lücken.

Zufluchtspunkt

Wer passt zu wem? Wer hat zusammen gepasst? Wer passt vermutlich nie zusammen und wieso trennen sich Verbindungen, die so unlösbar scheinen? Ab wann ist eine Freundschaft eine Freundschaft? Wie lange hält eine wirkliche Freundschaft? Ewig? Fragen, die zum Teil keine Antworten besitzen. Fragen, die man sich trotzdem stellt.

We are your friends, you never be alone again.

Menschen ändern sich. Sie leben sich auseinander. Entwickeln sich weiter. Bekommen andere Interessen. Es ist nicht mehr so wie vor einigen Jahren, als man noch gemeinsam zur Schule ging. Gemeinsam die Nachmittage verbrachte. Jetzt arbeiten die meisten, die Freizeit wird immer knapper. Man lernt neue Menschen kennen. Findet sie interessanter, anhand gemeinsamer Interessen, Vorstellungen und der ähnlichen Lebenseinstellung.

Man muss loslassen können um woanders Gewicht aufzunehmen. Sollte man dies nicht können, kommt man in ein Ungleichgewicht. Alles wird zu schwer. Man kann nicht mehr koordinieren. Man bricht erschöpfen zusammen. Zu groß war die Last. Schade ist es trotzdem, wenn die Menschen vielleicht auch nur schleichend, aber meist unbewusst von beiden Seiten ausgehend, enden. Aus dem Leben verschwinden.

Der einzige Ort, an den man noch etwas von den Ehemaligen mitbekommt, ist der Ort der Communitys im Web. Man verfolgt die einzelnen Nachrichten, bekommt somit fast das ganze Leben des anderen mit ohne sich wirklich zu sehen, ohne in Kontakt zu stehen. Macht vielleicht gerade das Netz, also die Online-Welt, das reale Leben kaputt? Oder ist es der Platz an dem wenigstens, dass was in der realen Welt als erloschen scheint, noch ein wenig lodert?

Himmelsleiter

Lange habe ich mich versteckt. Jetzt bin ich zurück. Wieder aus meinem Loch der Internet-Abwesenheit gekrochen. Ich habe viel erlebt in letzter Zeit. Dort unten, tief im Leben. Dort wo ganz und gar nicht die Dunkelheit herrscht. Es ist hell und es wird viel Freude verbreitet. Ich durfte viele Leute treffen, die alle sehr lieb sind und hatte wunderschöne Tage mit ihnen verbracht. Es war was los, in meinem Leben. Mehr als sonst. Wer hätte schon gedacht, dass ich mal keine Zeit habe, nicht einen einzigen Eintrag zu verfassen. Selbst mein Zuhause hat mich kaum gesehen. Es war entspannend mal nur wenige Stunden in den alten und schon längst bekannten Räumen zu verbringen. Das Neue ist doch immer spannender. Es kommen neue Abenteuer auf einen zu und das ist auch gut. So trocknet das Leben nicht aus und man geht selber nicht ein, wie eine Blume ohne Wasser.

Was gab es alles zu entdecken in den letzten Wochen? Einiges. Größere Events und viele Kleine, die genauso beachtet werden wollen und müssen. Zu den Größeren wird es noch extra Einträge geben. Die anderen gab es immer dazwischen, diese einzigartigen Tage mit so wundervollen Menschen. Es tut einfach gut, neue Freunde kennenzulernen und Abstand von dem Alten und Vergesslichen zu bekommen – hinein in eine andere und neue Welt zu kommen. Dort wo man glücklich sein kann, ohne sich jegliche Gedanken zu machen. Die Angst bleibt trotzdem das neue Glück schnell wieder zu verlieren. Ich halte es fest im Griff, aber hält es mich genauso gut in der Hand? Ich hoffe es, aber wer weiß das schon? Nach dem Glücklich sein kommt nur all zu oft wieder die traurige Seite des Lebens aus dem Boden gekrochen und überfällt einen von hinten, dass man gar keine Chance mehr hat einzugreifen. Man ist machtlos und muss mit ansehen, wie es einen erdrückt. Bis man wieder so stark ist, mit aller Anstrengung aufzustehen und die schwere Last vom Rücken zu schmeißen.

Auch hier, in diesem Blog hat sich etwas geregt. Vielleicht wurde auch schon der letzte Eintrag vermisst, der eigentlich am Montag erschienen hätte sollen. Aber es gibt Änderungen: Der Song of the Week ist Geschichte. Das habe ich beschlossen. Eigentlich wollte ich ihn mit einem letzten Eintrag ins Grab tragen, aber selbst dazu gab es keine Zeit mehr. Er zwang mich einfach zu sehr. Wöchentlich feste Einträge sind einfach nichts für mein Gemüt – da fehlt mir der Freiraum. Allerdings werde ich auch weiterhin Künstler bzw. deren Alben vorstellen. Aber eben nicht mehr zu fest vorgegebenen Terminen. Ganz musiklos wird dieses Blog also nicht werden. Es wird weiterhin in immer anderen Tönen erklingen. Mal ein Gitarrenriff hier und ein Schlagzeugsolo dort. Wir werden tanzen. Zusammen oder alleine.