19. März 2010

Zeitlos leben.

Uhrzeit

Für was ist eigentlich Zeit da? Das sie einen stresst, das sie einen warten lässt? Früher gab es sie auch nicht. Zumindest nicht so, wie es sie heute gibt, also ohne Uhr und Terminplaner. Sollten wir uns generell nicht so fest an etwas binden, das uns vorgeben wird? Ist es nicht besser, ohne zeitliche Gedanken in den Tag hinein zu leben. Ohne Stress und ohne warten.

Vorfreude ist auch so einer dieser zeitlich begrenzten Räume. Sie soll angeblich die schönste Freude sein. Stimmt. Fast. Was ist wenn aus der Vorfreude nicht mehr als nichts wird? Man ist enttäuscht. Also freut man sich das nächste Mal erst gar nicht mehr, bleibt skeptisch ob das Vorhaben Bestand hält. Vielleicht wird am Ende doch wieder alles abgeblasen und dann? Nichts ist dann. Man muss umplanen. Erneut enttäuscht sein. Unglücklich.

So ist wohl das Leben. Man lernt aus seinen Erfahrungen und das stimmt wohl wirklich immer. Aber jetzt hängt doch bitte die Uhr ab – ich möchte ein Leben ohne Zeit. Ungebunden sein. Frei!

4. März 2010

Zu Besuch bei den Affen.

Entengeschnatter

Heute ging es in den Zoo. Weit weg von hier. Mein Auto begleitete mich auf dem Weg dort hin. Ich fuhr über Wiesen und Felder, die Luft kroch tief in meine Nase und stank nach Land. Vor mir die freie Straße. Die Songs von Mando Diao erklangen im Shuffle-Modus aus dem knatternden Autoradio. Qualität ist was anderes und wird hier auch schon lange nicht mehr gesucht.

Die Sonne blendet durch die hauchdünnen und buttermilchtrüben Wolken meine Augen. Es ertönt »Amsterdam« ich werde melancholisch und denke an meinen letzten Urlaub. Die Fahrt geht weiter. Immerhin sind es 80 ungenutzte Minuten. Vor dem Zoo sind alle Parkplätze besetzt, wodurch zu meinen bereits 15 Minuten Verspätung noch einmal zehn Minuten dazukamen.

Zuerst ging es in den Steichelzoo. Es lief sehr harmlos ab. Als man mich fragte, öffnete ich meinen Mund und sagte energisch Bund. Dann Pause. Ich las. Die Wartezeiten von einem Gehege in das Nächste war sowieso das Zeitaufwendigste. Weiter ging es mit dem Eignungstest – man will ja wissen, ob ich schlauer als diese Affen bin. War ich wohl leider nicht. Zumindest stellte ich mich nicht besonders an. Denken für die? Nicht mit mir.

Warten. Ich las. Dann kam auch schon die Ärztin und wollte so einiges Wissen. Zum Schluss krächzte und keuchte ich noch – dann ging es mir wieder besser. Abschließendes Ergebnis: Die Affen wissen nicht, ob sie mich brauche oder nicht. Endgültige Entscheidung gibt es in ein paar Wochen.

Auf dem Parkplatz vor dem Zoo entdeckte ich einen Bereich »Nur für Angestellte« und vor jedem Parkbereich war ein weiteres Schild angebracht auf dem ein Rollstuhlfahrer zu sehen war. Ich grinste. Dachte mir, da bist du wohl doch falsch und fuhr wieder heimwärts. Was habe ich gelernt: Auch wenn man auf der Landstraße mit 120 km/h unterwegs ist gibt es Leute, die einen überholen. Was nahm mir der Tag: Mein Buch.

Jetzt bin ich wieder raus aus diesem Zoo. Aus diesem Gedankenzoo. Für immer.

Liebe für dich.

Es gibt Erlebnisse, die man sich zu gerne ins wahre Leben wünscht. Allerdings sind das Träume. Träume, die nach einer Nacht beendet sind. Womöglich am nächsten Morgen gar nicht mehr abzurufen sind. Etwas, was unerbittlich nachlässt, wie Wasser in der zu einer Mulde geformten Hand. Man kann es nicht aufhalten. Will man es fester halten, neu anpacken, ist es sofort weg. Presst man die Hände zusammen, lässt irgendwann die Kraft nach und die Löcher werden wieder größer und Stück für Stück verschwindet es. Unaufhaltsam. » Mehr lesen

1. Dezember 2009

Verbunden und vergeben.

Do you love me?

Es gibt Tage, Wochen, nein auch Monate in denen man umherirrt irgendwo und doch nicht dort wo man sucht. Man sieht aber findet nicht. Es ist verrückt, steinig, spannend und doch erfüllt es einen nicht. Es lässt einen gehen. Alleine. Gedankenvollgestopft geht man Schritt für Schritt. Immer weiter nach vorne, auf der Suche nach etwas neuem. Etwas unbekannten. Man entdeckt aber findet nicht. » Mehr lesen

29. Oktober 2009

Wenn alles stehen bleibt.

Mahlzeit.

Das Leben rast an einem vorbei und man muss sehen, wie man hinterher kommt um den Anschluss nicht zu verpassen. Es sind die Wochenenden, an denen eine Stunde in sekundenschnelle umschlägt. Einmal kurz geblinzelt und ehe sich die Lider wieder öffnen, ist Zeit vergangen, die doch so wichtig geworden ist. Gar kostbar ist sie, etwas Heiliges, das man nicht antasten kann. Unberührbar eben. Nur in den Gedanken fest verankert. » Mehr lesen

Berliner Streetart: Roter Ballon.

Der Frühling ist vorbei. Schon fast wieder eine kleine Ewigkeit. Aber die Sehnsucht, die ist da. Die Sehnsucht nach mehr. Nach dem Großen. Sie ist geblieben, springt hier umher und zieht ihre Kreise. Alle anderen sind schon in ihr drinnen, in dem großen Rot – was für ein farbiger Kringel. Ich bin nicht mit in diesem Knäuel, ich stehe außerhalb. Allein. Die Gedanken sind da, aber was nützen mir die Gedanken, wenn sie nicht erreicht werden. Hoffnung? Nein, die hat sich vor mir versteckt. Ein Versteck auf das man so einfach nicht kommt. Gar unmöglich. Vielleicht ist es sogar besser. Es würde einen nur zerdrücken immer wieder die selben Gedanken zu haben, aber dabei nicht weiterzukommen. Die Frage ist, was soll ich bloß ändern, wenn es nichts gibt in das man eingreifen kann. Es ist wie eine Maschine, die man gestartet hat und die sich nicht mehr stoppen lässt. Strom abstellen, wäre wie Leben abstellen. Unmöglich. » Mehr lesen

22. Juni 2009

Der Anfang des Weges.

Gedanken. Gedanken, dass ist das erste Wort meines Blogs. Meines ersten Blogs. Und ja, es wird hier um Gedanken gehen. Um Gedanken und Ereignisse. Ein Blog über mich. Über mein Leben. Über meine Lieblingsmusik. Lange war dieses Blog geplant, lange habe ich gebraucht um es zu verwirklichen. Nun konnte ich nicht anders und musste einfach beginnen. Womöglich ist es schon zu spät bei einer so großen Masse an Blogs, die Kleine, Neue und Unbekannte an den Rand drängt. Aber davon lasse ich mich nicht abhalten. Nun habe ich diesen Schritt ins Ungewisse gewagt und beginne den für mich dunklen Wald von innen auszuleuchten. Jetzt stehe ich hier, umringt von zahlreichen Bäumen, die mir Schutz geben. Ich werde wachsen inmitten der anderen. Noch schaut alles so groß aus von hier unten, fast ein wenig unheimlich. Einige Blätter müssen noch austreiben, die bis jetzt nur als Knospen zu sehen sind, wenn überhaupt. Vielleicht kommt wer zum Gießen vorbei und wenn dann auch noch die Sonne durch die dichten Äste von dort oben herabscheint, wird hier alles noch viel schneller gedeihen und sprießen. » Mehr lesen