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Komm mit und spür den Wind. Wir kommen an. Irgendwann.

Aus aktuellem Anlass geht es heute um eine Band, die ihr Album schon vor längerer Zeit veröffentlicht hat. Genauer gesagt vor knapp zwei Jahren, am 14. September 2007. Es ist eine deutsche Band aus Duisburg, bestehend aus Matthias Schmitz (Gesang und Gitarre), Leonard Schuppar (Gitarre), Andre Lapehn (Bass) und Guido Conrad am Schlagzeug.

Warum nun so aktuell? Wie viele bestimmt schon bei Twitter mitbekommen haben, war ich gestern mit Christine auf dem Konzert der Kilians in München. Nein, heute geht es nicht um den schwulen Indie-Pop der Dinslakener (wie sie ihre Musik selber nennen), sondern um deren Support, der die Kilians die gesamte Tour über begleitet hat. Die Rede ist von Leo Can Dive, eine Band von der ich vor dem Konzert keinen einzigen Song gekannte. Im Zeitstress hatte ich nur schnell ihr MySpace-Profil überflogen, was sie allerdings mir gegenüber unsympathisch machte, da sie so direkt darauf hinwiesen, dass sie alle Raucher und Non-Vegetarier sind. Mit der Einstellung habe ich dann auch ihren ersten Song angehört. Christine empfand sie als eine englischsprachige Kopie von Madsen. Nicht nur weil sich die Sänger so ähnlich sehen, sondern auch weil die Musikrichtung Überschneidungen aufweist.

Spätestens aber nach dem dritten Song stand fest, Leo Can Dive sind mehr als das. Sie haben mich mit ihrem Liveauftritt völlig überzeugt und das schaffen die Wenigsten. Sie hatten so eine unglaubliche Energie, die sie auch im Publikum verteilen konnten, dass sogar nach ihrem letzten Song eine Zugabe gefordert wurde, die leider nicht statt fand. Waren ja nur Support.

What’s up, I never thought I’d give up to crap a chance to get back but things have changed. You killed all the feeling the way what we believed in. The last time you made me see.

Nachdem die Duisburger nur zwei Videos bislang veröffentlicht haben, werde ich heute den Song Amazing vorstellen. Es gibt aber noch elf weitere tolle Songs auf ihrem Album. Welches ich mir auch heute gleich noch zulegen musste. Zugegebenermaßen, sie sind insgesamt sehr rockig, aber überzeugen auch mit ihren ruhigen Songs. Anspieltipps auf der CD sind: Gatecrasher, Emogirl und Maybe Somewhere Else. Ihre Songs sind allesamt sehr verschieden. In Amazing gehen es davon, dass man nur sich selbst vertrauen kann und bei Emogirl geht es zum Beispiel um ein Mädchen, das anders lebt, aber sehr intelligent ist. Jeder Song erzählt also seine eigene, kleine Geschichte.

Und hier nun das Video zu Amazing.

Zwischen ihrem Auftritt und den der Kilians hatten wir uns überlegt, gleich ihr Album zu kaufen. Allerdings wurde die letzte Platte ein paar Sekunden vor uns verkauft, zu recht. Andre schenkte uns stattdessen noch Buttons von der Band und war so furchtbar nett und sympathisch, wie auch der Rest der Band vorhin auf der Bühne.

Im Allgemeinen also eine wirklich erstklassige Band, die trotz einer großen Plattenfirma im Rücken noch kaum Aufmerksamkeit bekommen hat. Schade eigentlich, aber vielleicht ändert sich das nun mit ihrer Tour als Support der befreundeten Kilians.