19. Juli 2010

Bye, bye Munich.

Du fehlst

Eine Stadt die man fragen muss um eine Antwort zu erhalten. Eine Stadt die mehr zu bieten hat, als Bier und Weißwürste.

5. Juli 2010

Anhören!

Noch sind sie hier weitestgehend unbekannt, aber das Ändert sich heutzutage schnell: The Kadeebies aus Norwich (Großbritannien).

Mir Gärtner platzt der Kragen

Das war’s nun wohl mit uns. Mit unserer Beziehung. Meine Gewohnheit werde ich verlassen müssen. Die Umgebung, die mir vertraut vorkam, eine Stadt die ich liebe. München, wir werden uns in nächster Zeit nicht mehr so oft sehen. Keine Wochenendbeziehung führen, keinen Umzug ein paar wenige Kilometer weiter weg. Nein, ich werde dich richtig verlassen. Müssen und wollen.

Ich hatte es mir so ausgesucht. Nun verbringe ich die letzten Tage mit dir. Wir verbringen sie intensiv, insofern Zeit dafür ist. Du weißt, du bist eine tolle Stadt. Deine Ecken und Kanten weiß man zu schätzen. Die bayerische Verschlossenheit gegenüber Fremden, dein modischer Stil, der immer top gepflegt ist, aber nichts Außergewöhnliches zu bieten hat. Deine kleinen Cafés, die kleinen Kinos in denen ich mich gerne aufgehalten habe und nicht zu vergessen, die Grünflächen mit dem Eisbach im Englischen Garten oder den Nebelschwaden der Grillmeister am Flaucher. Deine kleinen und großen Feste wie zum Beispiel das Tollwood und die Wiesn. Das schicke Schwabing, das Glockenbachviertel, die Surfer am Haus der Kunst. Ja, dies alles und noch viel mehr wird mir fehlen. Du bist die Stadt in der ich mich zu Hause gefühlt habe. Wir kannten uns bis aufs kleinste Detail. Wir harmonisierten. Du und ich.

Jetzt muss ich losziehen. Mit einem neuen Ziel. Einer noch unbeschriebenen Zukunft. Eine neue, viel größere Stadt wartet auf mich. Kein Millionendorf, wie du es bist. Eine Stadt in der die Geschäfte auch mal nach 20 Uhr noch offen haben, eine Stadt in der man nicht schläft, eine Stadt die so ganz anders ist wie du.

Ich werde dich nicht vergessen. Ich werde dich wieder aufsuchen, wenn ich Geborgenheit brauche. Ich werde dich vermissen, das kann ich dir jetzt schon versichern. München, du bist toll!

3. Juli 2010

Sommer auf der Haut.

Sonnenstrahlen

Man mag es kaum glauben, aber die Sonne zeigt sich diesen Sommer tatsächlich noch in unseren Breitengraden. Danke, Klimaerwärmung!

5. März 2010

Musikkunst. #4

Nachdem nun die Karten gekauft sind, kann es losgehen mit der Vorfreude. Eine Vorfreude, die noch bis zum 8. April anhalten darf, dann wird es soweit sein: Die Jungs von »Two Door Cinema Club« werden im Münchner Atomic Café auftreten und ihre Songs zum Besten geben.

Der Hype ist schon fast ein bisschen zu groß für die Iren, die erst heute, am 5. März ihr erstes Album veröffentlichten. »Tourist History« soll es heißen und erscheint beim Label Kitsuné, bei denen auch Künstler wie Crystal Castles, Hot Chip, La Roux, The Whitest Boy Alive und Wolfmother unter Vertrag stehen. Aber zurecht wird viel Wind um die neue Band am Indie-Himmel gemacht. Ihr Album regt zum Bewegen an. Die Gitarrenklänge treffen auf die verspielten Basslinien und hinzu kommen ein paar Drums aus dem Computer, dies verleiht den Songs ein gewisses Tempo, bei dem kaum einer mehr ruhig stehen bleiben kann.

Die drei Jungs, die ohne einem Schlagzeuger zurecht kommen, sind auch schon auf den Plakaten der großen Festivals wie Hurricane und MELT! zu finden. Das will was heißen. Hier nun noch das Video zu »Something Good Can Work«.


Two Door Cinema Club auf MySpace
Website von Two Door Cinema Club

19. Februar 2010

Bitte zurück bleiben.

ÖPNV-Fahrten.

In der Woche verbringe ich mindestens 10 Stunden in dem ÖPNV. Das ist mehr als ein ganzer Arbeitstag. Deswegen sollte diese Zeit auch nicht vergessen werden. Für mich ist sie immer sehr musikalisch, es werden Bücher gelesen, Leute beobachtet oder die Gedanken, beim Anblick der vorbeiziehenden Landschaft, ausgepackt.

Auch ist es ein Ort an dem durchaus etwas passiert. So wie diese Geschichte, die sich allerdings schon vor drei Jahren ereignete, ich aber trotzdem erzählen möchte.

Praktikum. Auf dem Weg in den tiefsten Münchner Norden. Es ist Morgen. Berufsverkehr. Die S-Bahn ist voll. Mir gegenüber sitzen zwei Freundinnen im Alter von ungefähr 22 Jahren. Reden. Reden über die anstehende Party an diesem Freitag, auf der nur Pärchen auftauchen werden und sie, die eine der beiden, aber eben als einzigster Single. Als einigste, die keinen Freund möchte, aber trotzdem frustriert ist. Angst vor dem alleine in der Ecke stehen hat sie, weil die Pärchen bestimmt voller Leidenschaft, sich wälzend verschlingen. Doof findet sie das alles. Die Pärchen. Am überlegen, der Einladung abzusagen. Es ist noch Zeit. Die Party ist erst heute Abend.

Es geht um ihren Vater. Sie würde doch so gerne ausziehen, aber er will sie nicht wirklich unterstützen. Ich höre alles mit. Unfreiwillig. Die Ohrhörer viel zu schwach, um den Schall von außen zu stoppen, ehe er in mein Ohr gelangen kann. Am Marienplatz verlasse ich die beiden und sie ziehen weiter, in die frühen Morgenstunden.

Der Tag verläuft entspannt. Es ist Freitag. Die Arbeit endet somit um 14 Uhr. Ich mache mich auf den Heimweg. Umsteigen am Marienplatz. Meine S-Bahn kommt, kaum Plätze sind frei. Einer. Ich laufe hin. Erwische ihn vor der alten Dame, die ein wenig aus der Übung ist und setze mich.

Blicke auf. Vor mir zwei Mädchen, um die 22 Jahre, die über eine Party reden auf der nur Pärchen erwartet werden und die eine der Beiden als einziger Single auftauchen würde. Sie weiß noch nicht, ob sie hingehen soll um sich das anzutun. Sie erkennt mich, wir reden. Die andere kann sich nicht mehr an mich erinnern. Wieso auch? Merkt man sich freiwillig zwölf Stunden lang die Gesichter, die einem am Morgen gegenüber sitzen? Hätte ich ihnen nicht zugehört, hätte ich am Abend auch nicht bemerkt, dass es sich hier um die selben Freundinnen handelt wie heute morgen.

Manchmal ist das Leben komisch. Manchmal auch viel zu klein und manchmal spielt sich das Leben in der komisch kleinen Welt der S-Bahn ab. Nächster Halt: Karlsplatz, Stachus. Bitte rechts aussteigen.

5. Februar 2010

Phototour. #2

Verschneiter Hofgarten.

Es hatte frisch geschneit als ich an einem Morgen, Anfang Januar, durch München zog. Die Menschen gingen in die Arbeit und in der Stadt sah man die trägen und kontrollierten Bewegungen der frühaufstehenden Bevölkerung. Es war das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, das ich mit meiner Kamera durch München ging. Diesmal aber mit Schnee, so wie man es von einem schönen Winter erwartet. Später kamen dann auch noch ein paar Sonnenstrahlen hinzu. Schöner könnte ein Wintermorgen gar nicht sein. Vom Rosenheimer Platz aus, ging es durch Haidhausen zum Max-Weber-Platz. Von dort, weiter an der Isar entlag zum Friedensengel. Die Prinzregentenstraße hoch, vorbei am Bayerischen Nationalmuseum und dem Haus der Kunst. Dann über den Hofgarten und der Residenz in Richtung Marienplatz. » Mehr lesen

28. Januar 2010

Phototour. #1

Allianz Arena.

München ist kalt. Sehr kalt. Es war Ende Dezember, als diese Bilder entstanden. Ein paar Tage ist es schon her. Aber dennoch eine kleine Auswahl von meiner Tour, die am Hauptbahnhof begann, vorbei am Alten Botanischen Garte, über den Königsplatz in Richtung Universität. Weiter zum Alten Nordfriedhof, dann quer durch Schwabing hin zur Münchner Freiheit. Von dort aus ging es mit der U-Bahn zur Allianz Arena. Dort noch einige Meter auf den Fröttmaninger Müllberg und wieder zurück. » Mehr lesen

25. Januar 2010

Musikkunst. #1

Delphic in der Tonhalle in München.

Von BBC wurden sie zu den 15 angesagtesten Künstlern 2010 gewertet. Ich hatte das Glück, sie im Februar letzten Jahres live sehen zu dürfen. Hatte zuvor weder was von ihnen gehört noch gelesen. Sie waren damals Support von Bloc Party. Ein Ton. Ein Ohr. Sie wurden Freunde. Live so schön elektronisch. Tanzbar. Sehr! » Mehr lesen

26. August 2009

Musikalischer Sommer.

UhOh auf dem Theatron in München.

Der Sommer, der dieses Jahr kaum da war. Sich immer wieder hinter dicken und kühlen Wolken versteckt hat, hatte viel zu selten die schönen Sommertage mit sich gebracht. Es gab nur ganz wenige dieser Nächte, die einfach eine Ewigkeit anhalten können. Nächte in denen man leicht bekleidet durch die Stadt gleitet, in der immer noch Temperaturen herrschen, wie nachmittags im Schatten. Ich liebe diese Nächte, sie haben etwas von Freiheit, Unbeschwertheit. Einfach Leben. » Mehr lesen