Kakkmaddafakka sind sieben Norweger aus Bergen, die aber komischerweise bei Live-Auftritten viel mehr sind – trotzdem gute Musik. Your Girl befindet sich auf ihrem zweiten Album Hest, welches im Frühling 2011 erschien. Anhören und verlieben.
Das beweisen OK aus Cardiff (Wales) mit ihrer vor kurzen erschienenen Single Lego und ihren anderen Songs, die auf ihrer MySpace-Seite zu finden sind.
Ganz große Musik, die Jens Friebe da macht. Viel gibt es über ihn nicht zu erzählen. Er ist deutscher Musiker aus Berlin, der neben der seiner Musik für das Intro-Magazin schreibt. Vor kurzem ist sein viertes Album erschienen, dennoch hat sich sein Bekanntheitsstatus nicht großartig erweitert – er wird wohl immer der ewige Geheimtipp bleiben, wie er selbst sagt.
Ich möchte dir dienen und ich möchte dir Schnaps geben,
Nenn mich Lawinenhund ich suche Leben
Lawinenhund befindet sich auf dem Album In Hypnose aus dem Jahr 2005.
In Berlin verpasst – im Internet für alle da: Darwin Deez aus NYC.
Noch sind sie hier weitestgehend unbekannt, aber das ändert sich heutzutage schnell: The Kabeedies aus Norwich (Großbritannien).
Heute ging es in den Zoo. Weit weg von hier. Mein Auto begleitete mich auf dem Weg dort hin. Ich fuhr über Wiesen und Felder, die Luft kroch tief in meine Nase und stank nach Land. Vor mir die freie Straße. Die Songs von Mando Diao erklangen im Shuffle-Modus aus dem knatternden Autoradio. Qualität ist was anderes und wird hier auch schon lange nicht mehr gesucht.
Die Sonne blendet durch die hauchdünnen und buttermilchtrüben Wolken meine Augen. Es ertönt Amsterdam ich werde melancholisch und denke an meinen letzten Urlaub. Die Fahrt geht weiter. Immerhin sind es 80 ungenutzte Minuten. Vor dem Zoo sind alle Parkplätze besetzt, wodurch zu meinen bereits 15 Minuten Verspätung noch einmal zehn Minuten dazukamen.
Zuerst ging es in den Steichelzoo. Es lief sehr harmlos ab. Als man mich fragte, öffnete ich meinen Mund und sagte energisch Bund. Dann Pause. Ich las. Die Wartezeiten von einem Gehege in das Nächste war sowieso das Zeitaufwendigste. Weiter ging es mit dem Eignungstest – man will ja wissen, ob ich schlauer als diese Affen bin. War ich wohl leider nicht. Zumindest stellte ich mich nicht besonders an. Denken für die? Nicht mit mir.
Warten. Ich las. Dann kam auch schon die Ärztin und wollte so einiges Wissen. Zum Schluss krächzte und keuchte ich noch – dann ging es mir wieder besser. Abschließendes Ergebnis: Die Affen wissen nicht, ob sie mich brauche oder nicht. Endgültige Entscheidung gibt es in ein paar Wochen.
Auf dem Parkplatz vor dem Zoo entdeckte ich einen Bereich Nur für Angestellte und vor jedem Parkbereich war ein weiteres Schild angebracht auf dem ein Rollstuhlfahrer zu sehen war. Ich grinste. Dachte mir, da bist du wohl doch falsch und fuhr wieder heimwärts. Was habe ich gelernt: Auch wenn man auf der Landstraße mit 120 km/h unterwegs ist gibt es Leute, die einen überholen. Was nahm mir der Tag: Mein Buch.
Jetzt bin ich wieder raus aus diesem Zoo. Aus diesem Gedankenzoo. Für immer.
Das Leben rast an einem vorbei und man muss sehen, wie man hinterher kommt um den Anschluss nicht zu verpassen. Es sind die Wochenenden, an denen eine Stunde in sekundenschnelle umschlägt. Einmal kurz geblinzelt und ehe sich die Lider wieder öffnen, ist Zeit vergangen, die doch so wichtig geworden ist. Gar kostbar ist sie, etwas Heiliges, das man nicht antasten kann. Unberührbar eben. Nur in den Gedanken fest verankert.
Aber das sind die Momente, die man einfach am Liebsten anhalten möchte. Die Zeit vergeht nicht, wenn man von A nach B kommen möchte, in der Schlange an der Kasse ansteht oder einfach warten muss. Könnte das nicht ausgeglichener sein?
Sollte man sich nicht zu allen Punkten auf der Erde beamen können. Klar, das wäre ein riesiges Problem, das man nicht verantworten könnte. Es würde alles kaputt machen. Die Welt würde sterben.
Manchmal mache ich mir irrsinnige Gedanken darüber, wie es wäre, wenn ich die Musik von meinem iPod vorspule, ob dann nicht auch die Zeit mit vorgespult werden würde. Das wäre doch eine Möglichkeit. Die Welt würde an einem vorbeirasen, bis man die Musik wieder mit normaler Geschwindigkeit abspielen lässt. Und der Pause-Knopf hält alles an. Lässt die Welt einfrieren. Nichts würde sich mehr rühren.
Frozen in time, forever
Carrying that torch for so long.
Can you hear my heart? Believe it
Frozen in the index of time.
Solche Gedanken macht man sich eben, wenn man warten muss. Oder man schreibt und teilt seine Gedanken dazu mit. Ich warte und schreibe. Gleich bin ich am Ziel angekommen, dann drücke ich Pause.