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Komm mit und spür den Wind. Wir kommen an. Irgendwann.

27. Februar 2010

Phototour. #3

Amsterdam

Nun ist es schon über eine Woche her, dass ich aus Amsterdam zurück bin. Eine Stadt, die wirklich sehr schön ist, mir aber auch sehr düster herüberkam. Das lag wohl allerdings eher daran, dass es Februar war und die Sonne nur an zwei Tagen für kurze Zeit erschien. Die restlichen Tage war es bewölkt oder es schneite – bei dem Besuch des Meeres sogar in unglaublich dicken Flocken.

Um die Stimmung der Stadt auch auf den Bildern wiederzugeben, zwang es mich dazu sie farblich ein wenig anzupassen. So ist eine Fotoserie entstanden, deren Bilder ein wenig bräunlich, gar alt aussehen. Zu sehen sind Bilder aus Amsterdam, Haarlem und Zandvoort.

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Amsterdam

Mehr Bilder gibt es auf meinem flickr-Photostream.

5. Februar 2010

Phototour. #2

München

Es hatte frisch geschneit als ich an einem Morgen, Anfang Januar, durch München zog. Die Menschen gingen in die Arbeit und in der Stadt sah man die trägen und kontrollierten Bewegungen der frühaufstehenden Bevölkerung. Es war das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit, das ich mit meiner Kamera durch München ging. Diesmal aber mit Schnee, so wie man es von einem schönen Winter erwartet. Später kamen dann auch noch ein paar Sonnenstrahlen hinzu. Schöner könnte ein Wintermorgen gar nicht sein. Vom Rosenheimer Platz aus, ging es durch Haidhausen zum Max-Weber-Platz. Von dort, weiter an der Isar entlag zum Friedensengel. Die Prinzregentenstraße hoch, vorbei am Bayerischen Nationalmuseum und dem Haus der Kunst. Dann über den Hofgarten und der Residenz in Richtung Marienplatz.

München

München

München

München

München

München

Mehr Bilder gibt es auf meinem flickr-Photostream.

27. Januar 2010

Der Winter tanzt nicht.

Tanzschuhe

Der Winter zeigt sich noch einmal von seiner kalten Schulter. Fest drückt er diese auf uns, den eisigen Temperaturen unfliehbar. Aber der neue Schnee auf Straßen, Wegen und Feldern lässt das innere Herz tanzen – ein kleiner, warmer Fleck im Körper.

Schwer und nass legt sich der graue Schleier über die Stadt. Die Sicht ist trüb, lässt in der Ferne nur ein kleines, knallig und bundes Licht erkennen. Es blingt an einem Kiosk. Open will es alle paar Sekunden mitteilen, bevor es dann wieder erlischt. Zu anstrengend, bei diesen Temperaturen dauerhaft zu leuchten. Die Aufmerksamkeit würde schwinden. Es ist einer dieser Morgende, wie es sie zu Hauft gibt. Grau um uns herum. Die Menschen müde und träge in diesen frühen Stunden. Die Augen blicken nach unten, auf den kalten und dreckigen Boden.

With scarves of red tied ’round their throats
to keep their little heads
from fallin’ in the snow

Wir packen uns weiter in dicke Wolle ein und frieren, auf Sonne wartend. Die Nase rot und unterkühlt. Um einen herum nichts als Stille. Die Augen nur einen kleinen Spalt geöffnet, gerade ausreichend für das Finden des Weges.

Komm, komm lass uns weiter diese Kühle und doch angenehme Stille genießen. Im Sommer tobt hier das Leben. Es hat gerade noch geschlossen. Schwach, nur wenn man genau hinsieht, kann man es erkennen. Den Lichtschriftzug des Sommers: Open der noch aus ist, nicht leuchtet, gar blinkt. Im Sommer wird er in den buntesten Farben erstrahlen, die es je gegeben hat und doch kaum auffallend, da sich um das Schild herum auch das Grau in die schönsten Farben verwandelt hat. Trotzdem, die Winterpause darf nun auch gerne wieder weiterziehen.