indepent.de

Komm mit und spür den Wind. Wir kommen an. Irgendwann.

Sekt
Danny Sotzny [SmithersLE]

Verabschieden tut weh. Dachte ich bisher auch, ist aber nicht so.

Also vielleicht schon, aber bei jedem vielleicht letzten Treffen denke ich mir, das ist es nicht. Du wirst diese Person nicht erst wieder in einem halben, ganzen Jahr oder vielleicht nur noch auf facebook sehen. Aber es kann gut sein, dass es so kommt. Die Zeit ist nämlich flinker als so mancher Mensch. Man möchte es einfach nicht wahrhaben, diese Person erst einmal das letzte Mal gesehen zu haben. Nein, es wird sich bestimmt noch eine Möglichkeit in den paar restlichen Tagen für ein Treffen bieten. Man muss ja auch nur noch diversen anderen Menschen lebe wohl sagen.

Man wird Verabschiedet, es gibt Kuchen und Geschenke. Es macht glücklich, weil man weiß es beginnt was neues. Aber ebenso macht es traurig. Leute, die man lieb gewonnen hat, Freundschaften die über die Jahre entstanden sind einfach so von heute auf morgen aufgeben zu müssen. Klar, werden ein paar wenige Freundschaften erhalten bleiben – trotzdem sieht man sich nicht mehr so oft wie sonst. Jeder lebt sein eigenes Leben, es gibt kaum Überschneidungen mehr. Man muss das alte Leben für eine Weile verlassen.

Und im nächsten Augenblick wird man schon mit Pauken und Trompeten, mit Sekt und Häppchen im neuen Leben empfangen.

1. März 2010

Sonnenverzaubert.

Schattenspiel

Vermutlich habe ich mich noch in meinem ganzen Leben so sehr auf den Frühling, ja auf den Sommer gefreut, wie in dieses Jahr. Es ist die Luft, die mitten durch den Körper strömt. Hin zum Herzen und wieder hinaus. Sie reinigt den Körper von den dunklen Winterdepressionen, schafft Platz für Neues. Für Frisches.

Bewusst wählt man den längeren Weg, durch die nach Frühling duftenden Straßen der Stadt. Man lässt den leichten Wind durch die Haare wehen und freut sich über die Prise, die das Gesicht streift. Die Kleidung wird leichter und man kann es kaum glauben, dass Schal und dicke Wintermändel zu Hause bleiben können. Man vermisst sie nicht.

Die Mittagspause verbringt man wieder im Freien und freut sich über jeden Sonnenstrahl, der einem das Gesicht erwärmt. Angestoßen wird mit einem Piccolo Sekt und innerlich ist man gespannt auf das Neue, was einem dieser Sommer nun bringt.

Unglaublich auch, wie glücklich einen das Wetter machen kann. Es sind doch nur die Wolken die verschwinden um die Sonne auf die Erde scheinen zu lassen. Sie zu erwärmen. Aber dabei ändert sich noch so viel mehr. Stühle und Tische werden auf die breiten Gehwege gerückt, die ersten genießen ihren Smoothie unter freiem Himmel und auch die Parks werden voller. Es zieht einen richtig raus in die Natur ohne das man sich währen kann. Und da vorne wartet auf einen schon das große Neue, was einem diesen Sommer erwartet. Es ist das Glück.