Regentropfen
Mr.Mac2009

Ach ja, die Zeit vergeht. Sie tickt. Immer tickt sie. Manchmal hört man sie aus der Ferne leise sekündlich den Tack angeben und manchmal ist sie gar so laut, als würden die riesigen Zeiger der Lebensuhr direkt neben dem eigenen Ohr umschlagen. So war es in letzter Zeit. Der Stress, der ja auch positiv sein kann, hatte mich gefangen gehalten.

Nun konnte ich mich befreien – ihm entfliehen um hier und dort mal wieder eine Textzeile zu verfassen oder den einzelnen Tropfen beim Herunterfallen Namen zu geben. Allgemein sind dies aber eher Namen wie Heinz-Detlef, Brunhilde, Hans-Peter-Anton und Dörrte. Namen die mir persönlich nicht gefallen ebenso wie dieses Nass vor der Türe was einen zu erdrücken versucht. Wie lange der Regen noch anhält ist ungewiss. Die letzten Wochen waren jedenfalls unschöner, als es unschön überhaupt sein könnte.

Wo bleibt die Sonne, die wenn sie mich morgens anlächelt einen ganzen Tag glücklich machen kann. Ich an diesen Tagen die Stadt liebe wie eh und je – auf dem Gehweg nicht mehr träge und öde herumlaufe sondern vielmehr voller Genuss und Frische in der Nase von einem Pflasterstein zum nächsten springe. Aber irgendwie flüstert mir jemand ins Ohr, dass der Sommer ins Wasser fällt. Ich mag es nicht glauben und hoffe, dass er sich noch ans Ufer retten kann um nicht ganz zu ertrinken – dies wäre fatal. Was wäre ein Leben ohne den Sommer? Man munkelt, es wäre nicht lebenswert und kalt. Ob es nun wirklich so ist kann man dieses Jahr wohl schon einmal testen – ein Probeabo also für ein Leben ohne Sommer bzw. ohne die Eigenschaften des Sommers.

Aber das Leben hat ja auch noch viel mehr zu bieten und auch die Stadt. Die werde ich mir nämlich die nächsten Wochen noch einmal genau ansehen müssen. Man weiß ja nie, wie lange man noch an diesem Ort verweilt, der sekündlich in die Vergangenheit rückt. Ich höre es ticken. Ganz laut, neben mir. Als würden die Zeiger der Lebensuhr direkt an meinem Ohr umschlagen.

31. März 2010

Der Sommer ist Berlin.

I love Berlin
urbanartcore.eu

Zumindest der Mai. Mehr ist noch nicht sicher. Geplant ist dennoch einiges. Sicher ist aber schon unsere Reise nach Berlin Ende Mai. Es wird geguckt, gegessen und gerochen. Berliner Luft soll ja eine ganz Zauberhafte sein. Berlin wir kommen!

Vielleicht die zukünftige Heimat, die uns dort erwartet. Ein paar Kilometer entfernt von dem München, was einem doch auch ans Herz gewachsen ist. Aber was will man in einer Stadt in der jeder jeden kennt? Verweilen? Nicht auf Dauer. Es müssen neue Orte entdeckt und erobert werden. Die kleinen Details erforscht werden. Das neue.

Was nun noch fehlt, ein Wohnplatz. Ein Ort an dem man sich zu Hause fühlen kann. In den man gerne kommt. Wo man sich sicher fühlt. Geborgen. Die richtigen Mitmenschen fehlen noch. Aber das kommt. Alles mit seiner Zeit. Nun wird erst einmal geguckt, gegessen und gerochen. Der Mai ist Berlin.

1. März 2010

Sonnenverzaubert.

Schattenspiel

Vermutlich habe ich mich noch in meinem ganzen Leben so sehr auf den Frühling, ja auf den Sommer gefreut, wie in dieses Jahr. Es ist die Luft, die mitten durch den Körper strömt. Hin zum Herzen und wieder hinaus. Sie reinigt den Körper von den dunklen Winterdepressionen, schafft Platz für Neues. Für Frisches.

Bewusst wählt man den längeren Weg, durch die nach Frühling duftenden Straßen der Stadt. Man lässt den leichten Wind durch die Haare wehen und freut sich über die Prise, die das Gesicht streift. Die Kleidung wird leichter und man kann es kaum glauben, dass Schal und dicke Wintermändel zu Hause bleiben können. Man vermisst sie nicht.

Die Mittagspause verbringt man wieder im Freien und freut sich über jeden Sonnenstrahl, der einem das Gesicht erwärmt. Angestoßen wird mit einem Piccolo Sekt und innerlich ist man gespannt auf das Neue, was einem dieser Sommer nun bringt.

Unglaublich auch, wie glücklich einen das Wetter machen kann. Es sind doch nur die Wolken die verschwinden um die Sonne auf die Erde scheinen zu lassen. Sie zu erwärmen. Aber dabei ändert sich noch so viel mehr. Stühle und Tische werden auf die breiten Gehwege gerückt, die ersten genießen ihren Smoothie unter freiem Himmel und auch die Parks werden voller. Es zieht einen richtig raus in die Natur ohne das man sich währen kann. Und da vorne wartet auf einen schon das große Neue, was einem diesen Sommer erwartet. Es ist das Glück.

26. August 2009

Musikalischer Sommer.

UhOh auf dem Theatron in München.

Der Sommer, der dieses Jahr kaum da war. Sich immer wieder hinter dicken und kühlen Wolken versteckt hat, hatte viel zu selten die schönen Sommertage mit sich gebracht. Es gab nur ganz wenige dieser Nächte, die einfach eine Ewigkeit anhalten können. Nächte in denen man leicht bekleidet durch die Stadt gleitet, in der immer noch Temperaturen herrschen, wie nachmittags im Schatten. Ich liebe diese Nächte, sie haben etwas von Freiheit, Unbeschwertheit. Einfach Leben. » Mehr lesen