Band of Horses präsentieren mit Infinite Arms ein wunderbar neues Album. Absolut hörenswert.
Wo bin ich eigentlich daheim? Hier oder dort? Dort oder da? Da oder anderswo? Anderswo oder hier?
Mich hat es fast ein wenig erschrocken, als ich mir mal wieder dachte: Nein, hier bist du nicht mehr lange. Hier haltest du es nicht mehr lange aus. Das ist nicht dein Zuhause. Es war dein Zuhause. Es war.
Natürlich, Familie ist wichtig. Man braucht sie. Sie gibt einen Kraft, Ratschläge und Liebe. Aber doch bitte keine 24 Stunden sieben Tage in der Woche. Ok, so lange ist es gar nicht – bin zu selten daheim, für so viel Zeit. Aber dazu muss man erwähnen, dass mir die 3 Stunden vier Tage in der Woche auch schon genügen. Die Zeit ändert sich. Die Erde dreht sich weiter. Auch ich muss weiter und mich ändern.
Es sind die Kleinigkeiten, die einen stören. Kleinigkeiten, die zu riesigen Mostern anwachsen. Die Art, die Einstellung, von alle dem braucht man nach so vielen Jahren ein wenig Abstand. Dazu muss man los lassen können. Beide Seiten müssen das. Auch wenn das für eine Seite schwerer ist als für die andere. Es geht. Es wird gut gehen. Man gewöhnt sich an alles.
Zumindest der Mai. Mehr ist noch nicht sicher. Geplant ist dennoch einiges. Sicher ist aber schon unsere Reise nach Berlin Ende Mai. Es wird geguckt, gegessen und gerochen. Berliner Luft soll ja eine ganz Zauberhafte sein. Berlin wir kommen!
Vielleicht die zukünftige Heimat, die uns dort erwartet. Ein paar Kilometer entfernt von dem München, was einem doch auch ans Herz gewachsen ist. Aber was will man in einer Stadt in der jeder jeden kennt? Verweilen? Nicht auf Dauer. Es müssen neue Orte entdeckt und erobert werden. Die kleinen Details erforscht werden. Das neue.
Was nun noch fehlt, ein Wohnplatz. Ein Ort an dem man sich zu Hause fühlen kann. In den man gerne kommt. Wo man sich sicher fühlt. Geborgen. Die richtigen Mitmenschen fehlen noch. Aber das kommt. Alles mit seiner Zeit. Nun wird erst einmal geguckt, gegessen und gerochen. Der Mai ist Berlin.